Embodied?!

Machtkritische Co-Forschung zu Lehr-Lern-Materialien zu Gefühlen

Leitende:  Kelly Kosel & Astou Maraszto 
Laufzeit:  03.2026-07.2026 

Das Forschungsstudio Embodied?! widmet sich einer dualismuskritischen, machtkritischen Auseinandersetzung mit Lehr-Lern-Materialien zu Gefühlen. Der theoretische Rahmen wird seitens der FS-Leitung durch die Annahme geprägt, dass Dualismen (wie die Trennung von Körper und Geist oder von Ratio und Emotion) unterdrückende Strukturen stärken (vgl. Haraway 1988, hooks 1994, Ahmed 2014).  Ziel des Forschungsstudios ist es, der Rolle von Körper und Emotionen im Lernen (und Lehren) nachzugehen. Ausgehend von der Annahme, dass Lernen immer kognitiv, körperlich, emotional und sozial situiert ist (embodied?!), werden Lehr-Lern-Materialien als Forschungsobjekte untersucht, um ihre (impliziten) Annahmen über Lernen, Körper und Gefühl zu analysieren. 

Das Forschungsstudio findet im Rahmen der Lehrveranstaltung “Lernen Macht Körper? Zu Gefühlen forschen” mit Studierenden des IKL als Co-Forschenden statt. In der Co-Forschung mit den Lehramtsstudierenden wird anhand der vorgeschlagenen Forschungsperspektive in den Materialien nach transportierten Narrativen zu Gefühlen und Körper gesucht (z.B. durch gemeinsame Lektüren, Freewriting/-drawing und Materialanalysen) und an einer machtkritischen Kontextualisierung gearbeitet. Dabei sollen auch Ideen für weitere Materialien entstehen und verwendete Begriffe rund um die Arbeit mit Gefühlen reflektiert werden.  

  • hooks, bell. (1994). Teaching to Transgress: Education as a Practice of Freedom. New York/London: Routledge.  
  • Ahmed, Sara. (2014). The Cultural Politics of Emotion. Edinburgh: Edinburgh University Press. 
  • Haraway, D. (1988). Situated Knowledges: The Science Question in Feminism and the Privilege of Partial Perspective. Feminist Studies14, 599

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