Emotionen durch Game Design erforschen
Leitende: Dr. Konstantin Mitgutsch und Lisa Francine Boon, MSc
Laufzeit: 10/2025 – 06/2026
Kooperationsschulen: Amerlinggymnasium (12–14 Jahre) und MS Renngasse (10–12 Jahre)
Wie können Spiele und Spieldesign dabei helfen, Emotionen bewusster wahrzunehmen, auszudrücken und gemeinsam zu reflektieren? Im Forschungsstudio Emotional Playgrounds untersuchen wir, wie game design und rapid prototyping eingesetzt werden können, um Emotionen im Bildungskontext erfahrbar, besprechbar und reflektierbar zu machen.
Im Zentrum des Forschungsstudios steht die Entwicklung kurzer experimenteller Spiele, in Schüler:innen und Student:innen Gefühle
gemeinsam spielerisch erforschen. Ausgangspunkt dafür ist die sogenannte Five-Minute Game Method des MIT Game Lab (Massachusetts Institute of Technology), eine Methode des schnellen und zyklisch-wiederholendem Prototypings im Experience- und Game-Design. Diese Methode wird im Projekt mit Studierenden für den Einsatz mit Schüler:innen weiterentwickelt.
Das Forschungsstudio umfasst zwei Lehrveranstaltungen am IKL sowie zwei Workshopformate in der Schule: Ein 60-minütiges Format für Schüler:innen zwischen 12 und 14 Jahren im Amerlinggymnasium mit dem Thema “Einem Roboter Emotionen beibringen” und ein 90-minütiges Format für Jugendliche zwischen 10 und 12 Jahren in der MS Renngasse mit dem Thema “Experimentieren im Game Design Studio.” Die Workshops bestehen jeweils aus drei Phasen: (1) Einer Priming-Phase zur Einführung in Emotionen, (2) einer Design- und Playtesting-Phase, in der emotionale Spiele entwickelt und getestet werden sowie (3) einer gemeinsamen Reflexionsphase über Emotionen, Spielprozesse und Lernerfahrungen.
Methodisch verbindet das Forschungsstudio design-based research, qualitative teilnehmende Beobachtung, spielerische Reflexionsmethoden und teil-partizipative Forschung. Dabei werden nicht nur Gespräche und Beobachtungen ausgewertet, sondern auch die entstandenen Spiele, Skizzen, Regeln und Prototypen selbst als Ausdruck emotionaler Bedeutungsfindung verstanden.
Emotional Playgrounds versteht Spiel und Game Design nicht nur als Methode, sondern als kulturellen, sozialen und geteilten Raum, in dem emotionale Erfahrungen sichtbar, gestaltbar und verhandelbar werden können. Ziel ist es, neue Perspektiven für die emotionale Dimension von Bildungsprozessen, kreative Unterrichtsformate und eine spielerische Schulkultur zu entwickeln.
Ausgewählte Referenzen
Mitgutsch, K. & Robinson, B. (2019). Purposeful Game Design Framework.
Kultima, A. (2015). Defining Game Jam.
Fowler, A., Khosmood, F., Arya, A. (2013). The Global Game Jam
for Teaching and Learning

